Presse 2005
Ankündigung 18.8.05 im Newsletter der Stadt Düsseldorf
Dienstag, 30. August 2005
Flotte Pfoten
DOGDAY / Ein Sommerfest für Hunde im Südpark. Verein "Menschen Tiere Werte" bot Information und Unterhaltung.
Jagdhund Lucky stellt aufmerksam die Ohren auf. Soll er die kesse Terrierdame anbaggern oder die Bemühungen der Welpengruppe im Vorführring mit Gebell kommentieren? Im Südpark drehte sich gestern alles um den Hund. Zum dritten Mal trafen sich Zwei- und Vierbeiner zum Dogday. "Die ersten beiden Treffen fanden aus Protest gegen die Landeshundeverordnung statt. Wir wollten diesmal eine Art Straßenfest mit Verkauf und Programm daraus machen", so Mitinitiatorin Ulla Bergob vom Verein "Menschen Tiere Werte".
Bei strahlendem Sonnenschein tobt ein Trupp Vierbeiner über die Wiese, um den staunenden Zuschauern vorzuführen, wie gut sich Spiel und Lernen vereinbaren lassen. Die Kollegen legen wenig später mit ihren Besitzern beim Dog Dancing eine flotte Pfote auf den Rasen.
Kritik an den Auslaufplätzen
Während Frauchen oder Herrchen schnell ins Gespräch kommen, klappt die Kommunikation zwischen Benni, Dino oder Lisa nicht immer reibungslos. "Naja, uns ist ja auch nicht jeder gleich sympathisch", schmunzelt die Besitzerin eines Mischlings, der die Annäherungsversuche eines schlanken Windhundes knurrend unterbinden will.
Für Bello & Co gilt Anleinpflicht. Ein Thema, dem die Veranstalter gern mehr Beachtung wünschen, denn "es geht nicht an, dass die Stadt mit 30 `neuen´ Auslaufplätzen punkten will, die es schon seit 20 Jahren gibt und die zum Teil zu klein, zu dreckig und schlecht erreichbar sind", ärgert sich Ulla Bergob. Im Stadtgebiet einschließlich der Parks dürfen sich Lucky und seine Spielkameraden nur angeleint die Pfoten vertreten. Viele Hundebesitzer ignorieren das Verbot, nicht selten, weil sie mit ihrem Hund an der Leine nicht klarkommen, wenn er aggressiv auf Artgenossen reagiert.
Deshalb rief der Verein "Menschen Tiere Werte" zur Unterschriftenaktion für mehr Freilaufflächen auf. "Da können sich die Hunde austoben, spielen und lernen miteinander umzugehen", so Ulla Bergob.
Malteser-Welpe "Sammy" konnte hingegen schon mal erleben, was seine großen Verwandten von der Rettungsstaffel der Feuerwehr drauf haben und wie gut Hunde mit einer Behinderung klar kommen. "Oft haben die Menschen mehr Probleme mit dem Handicap als der Hund selbst", kommentiert eine Besucherin. "In vielen Fällen kann eine Früherkennung und die richtige Behandlung viel dazu beitragen, das Schlimmste zu verhindern", erklärt die Tierphysiotherapeutin Petra Puhala, während im Vorführing einer ihrer Patienten die Auswirkungen einer Hüftgelenkserkrankung zeigt, die typisch vor allem für große Rassen ist.
Nach zwei Stunden tollen, schnuppern, bellen, spielen, hat Lucky die Nase erst mal voll und legt ein Nickerchen ein. Seine Besitzerin informiert sich derweil an den vielen Ständen über alternative Heilmethoden für Hunde, nimmt Kontakte zu Gruppen auf, die sich regelmäßig zum Spazieren treffen und ersteht ein paar Spielzeuge mit Lerneffekt.
28.08.2005 CLAUDIA HÖTZENDORFER
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